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Stop the Clocks

Ich habe gerade einen 2 Jahre alten Text von mir gefunden, und sofort haben mich all die Gefühle von damals überrannt. Ich habe ihn damals geschrieben, nachdem eine Person in mein Leben getreten ist, die viel verändert hat, doch wieviel konnte ich damals noch nicht ahnen. Ich höre jetzt Musik und genieße das Gefühlschaos. Over and Out.

Stoppt die Zeit! Hier jetzt und sofort!

Ich glaube ich kann zum ersten Mal sagen, dass ich wirklich glücklich bin.

Manchmal glaube ich, dass man nur einmal im Leben glücklich ist. Und den Rest seines Lebens wird man dafür bestraft. Man wird damit bestraft, dass man diesen Moment nie vergessen kann.

Es gibt Unterschiede. Und es gibt Parallelen. Und doch ist es so anders. Anders als alles andere davor.

Es ist schön. Es ist verrückt. Es ist sinnlos und bedeutet doch alles. Es beherrscht mich. Ich kann nicht dagegen ankämpfen und will es eigentlich auch gar nicht mehr. Es ist fremd. Ich bin mir fremd. Die Welt ist mir fremd. Ist es falsch oder richtig? Bin ich denn wirklich immer noch verwirrt?

Was soll ich tun? Was kann ich tun?

Ein Toast auf das Leben, das Glück,
Nur ich, ich komm nicht mehr mit,
Mit dem Leben, dem Glück,

Idiotische Verwirrung. Idiotische Aktionen. Idiotischer Typ im Spiegel. Idiotische Selbstzweifel.

Idiot! ist ein tolles Wort.

Soweit ich mich erinnern kann, stammen die Zitate, die im Text frei verwendet wurden, von Kettcar und Was nützt die Liebe in Gedanken.

Ode an J.

Der Moment, in dem ich dich so sah, die Haare offen, im Licht des Lasers aussehend wie ein Engel, flankiert von uns und lauten, den Raum erfüllenden Bass, dein Lächeln, welches ich schon gefühlte 10 Jahre kenne, alle unsere gemeinsamen Erfahrungen in diesem einzigen Moment fokussiert. Jeder Satz, jede SMS, alles was wir erlebt haben, alle meine ehemaligen Einstellungen und Meinungen, alle deine Sätze, alle Enscheidungen. Die unglaubliche Euphorie die mich in dem Moment befallen hat, die nichts mit Alkohol zu tun hatte, und dank der ich nicht in der Lage war, den Satz vernünftig auszuformulieren.

Das war der Moment, in dem ich wusste, dass du eine gute Mutter werden würdest.

“Du hast dich verändert.”

“Inwiefern?”

“Du bist ruhiger und ausgeglichener geworden.”

“Das glaube ich nicht.”

Briefe von dir

[Foto von lucky catz]

Du sagst, du hast mehr Zeit damit verbracht, mich kennen zu lernen als mit all deinen anderen Freunden. Ich erinner mich an unsere ersten Treffen, an die Sonne und an das Trampolin. Erinnere mich an Blicke, Berührungen, Vorurteile, Stolz und den ersten Kuss. Es war mir egal wie feucht es war und es war mir egal wo deine Freunde gerade waren. Du sagst, wir haben uns viel zu selten gesehen, aber erklärst auch, dass man das stärker liebt, was man seltener sieht. Ich denke an Thees Uhlmann und an die Augenblicke auf der Straße. An sich berührende Hände und an kurze Blicke. An Kuchen und an Päckchen mit denen ich beworfen wurde. An schlafbedürftige Freundinnen und an “Ich glaube ich mag sie”.
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Drogen

Immer wenn ich kiffe lebe ich mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Alles verschwimmt irgendwie und alles was ich mache ist so legendär, dass es in der Zukunft und der Vergangenheit gleichzeitig erzählenswert wäre.”

Er sieht mich an, glasige Augen, Kids von MGMT im Hintergrund. Ich habe schon immer an den Augen von Menschen gesehen, wenn sie auf Drogen waren. Ich blicke mich um. Tische, Menschen die ich schon seit Jahren kenne und Alkohol.

“Man ist das krass, ich habe vorhin Pilze genommen und jetzt fangen die Farben an zu verschwimmen!”

Meine Gefühle schwanken zwischen Euphorie und Wahnsinn. Ich weiß, ich bin selbst kein Kind von Traurigkeit, doch ich sollte etwas sagen.


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Hirndisco

Ich beoachte 2 sich unterhaltende Personen und kriege ab und zu Gesprächsfetzen mit. Der eine redet von Löchern im Kopf und sofort stelle ich ihn mir den Rest der Konversation über mit 2 Teufelshörnern vor. Lustige Gestiken macht er, der sich angeregt nach vorne beugende Teufel.

Auf einmal kracht ein Beat durch meine Ohren in meinen Kopf und meine Synapsen spielen verrückt. Mein Herz schlägt im Takt des Basses und ich habe das Gefühl, dieser Bass ist so tief und so hart dass er mich tragen könnte, wenn ich nur wollte. Ich spüre, wie sich auf einmal nicht nur mehr mein Kopf im Takt der Musik bewegt. Ich tanze sitzend. Mach meine Augen wieder auf und gucke in irritierte Gesichter. Lächele sie an und gucke dem Menschen zu, der ganz alleine tanzt. Er fasziniert mich. Plötzlich durchschießt mich der unbändige Wunsch auch zu tanzen. Ich stehe auf und versuche mich vorbei an Stühlen, Tischen, diskutierenden Teufeln und betrunkenen Leuten zur Tanzfläche durchzudrängeln, was mir schließlich auch gelingt. Ich kann kaum mehr ruhig stehen und es fällt mir schwer, mein Bier wegzustellen, ohne es durch meine ständig zuckende Hand umzuwerfen.

Ich tanze. Augen zu und nichts anderes spüren als die Musik. Als ich meine Augen kurz wieder öffne sehe ich, dass wir mehr geworden sein. 6 verschiedene Personen, die verschiedene komische Bewegungen machen. Muss von außen sehr lustig aussehen. Aber das ist mir in diesem Moment egal. Ich will mit der Musik verschmelzen, eins mit ihr werden und meine Gedanken mit dem Beat fließen lassen. Rauche zwei Züge und lasse dann meine Kippe ausbrennen, weil ich vergessen habe, dass ich mich überhaupt eine angesteckt habe.

Ein paar Stunden später läuft irgendwann auf einmal Tomte. Schönheit der Chance. Augen zu und singen.

Ich glaube es wird Zeit nach Hause zu gehen.

Gedankenhulk

Wenn der Bass die Rückspiegel trifft, verschwimmt deren Sicht so wie meine, wenn ich versuche meine Gedanken zu fokussieren.

Er vibriert in meinem Bauch nach und wirft das Gedankenkonstrukt, was ich mir langsam versuche aufzubauen, immer wieder um. Nur Ausmachen kann ich die Musik nicht, ich brauche sie um mich nicht alleine zu fühlen. Um das Gefühl zu haben, jemand würde neben mir stehen und mit mir schreien. Meine ganze verdammte Wut und meinen Hass in Stimme und Instrument konzentrieren.

Ich beschleunige auf 130, nur um das Gefühl zu haben, irgendwas zu tun. Schon wieder 30 Km/h zu schnell, wenn jetzt die Bullen…drauf geschissen.

Mir fliegen Bilder an den Kopf, die mich umklatschen und Wörter die mich niedertreten. Augen die mich an meiner eigenen Unfähigkeit verbluten lassen und Hände die mich niemals halten werden und können.

Ich will sie nicht mehr. Diese Gedanken und Gefühle. Ich will sie anzünden, wegwerfen und genüßlich dabei zugucken, wie sie innerlich verglühen.

Die Intensität meiner Wut wird immer schlimmer. Schon wieder eine Zigarette weg. Die neue mit der Alten angesteckt. Kette rauchen und dabei versuchen mein Inneres auszuräuchern. Keine, der sonst immer wirksamen Betäubungsmethoden, funktioniert, doch ich versuche es immer weiter. Fuck.

Ich möchte kotzen. Mich auskotzen. Über dich und mich. Über uns. Ich will keine Melancholie mehr, ich will hier raus. Ich will endlich wütend sein können. Unkaputtbar. Ich glaube dafür ist es zu spät. Ich will schlafen.

Ich will ausrasten. Will Randale machen. Will nicht mehr ich sein. Will die komplette, konzentrierte Wut sein. Will die Welt zerstören, um sie danach wieder aufzubauen. Will mich zerstören, damit ich endlich damit anfangen kann, der Mensch zu sein, der ich sein will.

Doch ich kann nicht aus mir raus.

Wir scheitern. Ich scheitere. Kompensiere meine Wut auf alles, was um mich herum passiert. Werde zu einem Gedankenhulk, der sich nicht mehr Kontrollieren kann. Reizüberflutung. Soviele Gedanken. Zuviele Gedanken. Kann mich nicht konzentrieren. Brauche Ruhe. Brauche Nächte um jeden einzelnen Gedankenstrang zu folgen. Vielleicht wird es danach klarer, dieses komische Gebilde von Leben.

Mein Kopf platzt. Mein Kopf ist eine Bombe, und irgendwann wird sie hochgehen. Da bin ich mir sicher. Nur den Zeitpunkt kenne ich nicht.


  • Blogroll

    Hier gab es mal eine Blogroll, die wurde aber in die Kategorie Blogliebe verschoben.