Ich habe jeglichen Glauben an die Gerechtigkeit der Justiz verloren
Wenn er denn überhaupt mal vorhanden war.
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure
Als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz
Wenn er denn überhaupt mal vorhanden war.
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure
Als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz
[via Oberau-Online]
Aus Gründen befand ich mich letztes Wochenende in Berlin, wollte aber doch schon Samstag Abend nach Hause fahren, weil es mir nicht so gut ging. Zum Hauptbahnhof zu kommen war schon etwas schwerer als gewöhnlich, und als ich dort endlich ankam, ein Ticket gekauft hatte und gerade zum Bahnsteig laufen wollte, sah ich den Zug wegfahren. Allerdings beruhte dieses Ereignis nicht auf meiner Faulheit mich etwas schneller zu bewegen, nein es lag viel eher daran, dass der Zug FRÜHER fuhr! Ich habe noch nie erlebt, dass ein Zug der Deutschen Bahn früher als geplant fährt! Ich meine, es waren nur 5 Minuten, aber eben diese 5 Minuten haben mir gefehlt. Daraufhin entschloss ich mich dann doch noch eine Nacht in Berlin zu bleiben und fuhr wieder zurück in die Innenstadt. Was auch schon ein Erlebnis war, denn 3 besoffene Obdachlose die zusammen in einem Abteil schlafen hatte ich davor auch noch nicht gesehen. Könnte aber auch daran liegen, dass es nicht gerade viele Ubahnen im Wendland gibt. Ich kriegte allerdings in der Innenstadt einen Anruf von meinem Vater, der mir erzählte, dass noch ein Zug zu einem etwas weiter entfernten Bahnhof fahren würde, und er mich von dort abholen könnte. Da meine Beine und Füße mich schon langsam nicht mehr tragen wollten, entschied ich mich daraufhin zum Hauptbahnhof zurückzufahren und dort die 3 Stunden auf den Zug zu warten. Meine Freunde hätte ich bei der Action in Kreuzberg sowieso nicht mehr wieder gefunden. Gesagt getan, Ticket gekauft und dann aus Langeweile durch den Zeitschriftenladen gegangen. Aus Frust und Langeweile war ich entschlossen mir ein Buch zu kaufen und aus Mangel an Alternativen wurde es dann Axolotl Roadkill von Helene Hegemann. Muss allerdings sagen, dass es mir nicht gerade gut gefällt, weil ich den Blog, aus dem sie geklaut hat, vorher schon gelesen hatte, und Airen einfach besser ist. Mittlerweile ärgere ich mich auch richtig, dass ich soviel Geld für das Buch ausgegeben habe. Möchte es vielleicht jemand haben? Mache auch einen guten Preis ;).
Jedenfalls musste ich dann nach Berlin Gesundbrunnen fahren, um von dort aus den Zug nach Stendal zu nehmen. Bis Berlin Gesundbrunnen ging auch alles gut, nur irgendwie kam kein Zug nach Stendal. Irgendwann stand ich dort nur noch mit zwei Vietnamesen, die in dem selben Zug wollten. Das Problem war nur einfach, dass keiner kam. Es kam auch keine Durchsage oder was weiß ich, weshalb ich langsam am verzweifeln war. Schlussendlich kam er dann doch, nur leider mit 45 Minuten Verspätung. War mir erstmal egal, hauptsache ich saß in einem Zug Richtung Heimat. Was mir dann irgendwann während der Fahrt einfiel war allerdings, dass ich ja in Stendal umsteigen muss und aufgrund der Verspätung den Anschlusszug wahrscheinlich nicht kriegen würde. Der Schaffner, den ich danach fragte versprach mir anzurufen, nachzufragen und mir dann Bescheid zu geben. Nur war er mit den anderen 15 Leuten im Zug anscheinend so beschäftigt, dass er es nicht für nötig ansah mir Bescheid zu sagen… So stand ich schließlich um 1 Uhr Nachts, mit 10 Faschos an einem relativ kleinen Bahnhof, von dem aus kein Zug mehr fuhr und der 200 km entfernt vom Wendland war. Als ich aus dem Zug stieg, sah ich den eben erwähnten Schaffner noch durch den Zug gehen und überlegte ernsthaft, wieder in den Zug einzusteigen und meinem Unmut Luft zu machen. Ich entschied mich allerdings dagegen und beschäftigte mich lieber damit, auf meine Eltern zu warten, die in der Zwischenzeit losgefahren waren, um mich abzuholen. Schlussendlich verpasste ich in der Nacht auf Sonntag dank der Bahn zwei Züge, ließ mich von einem Schaffner verarschen und stand um 1 Uhr nachts alleine an einem 200 km entfernten Bahnhof. Meine Eltern mussten 400 km Auto fahren und ich musste aufpassen, das mich 10 Idioten nicht als das erkennen, was ich bin. Zum Glück sind Nazis ja eher nicht so intelligent und sie beachteten mich nicht, sondern verschwanden bald.
Vielen Dank, Deutsch Bahn.
Was das ganze allerdings etwas mehr erträglich machte war, dass der Naziaufmarsch in Berlin verhindert wurde. Leider verliert auch das an Wert, wenn man sieht, wer an diesem Wochenende mal wieder wirklich Krawall gemacht hat.
Geleaktes Video eines Militäreinsatzes im Irak.
Weitere Informationen gibt es im Intro des Videos und auf der extra erstellten Seite.
Ich könnte kotzen.
Um mal wieder auch etwas andere Musik hier zu bringen:
Die neue Single von den Donots finde ich echt gut. Auch wenn sie in der Werbung gespielt wird. Und eigentlich dürfte ich das nicht sagen,weil wir ja alle so gottverdammt alternativ sind, und niemals Musik hören, die irgendwie gehypt wird. Wer ‘ne unbekannte Band hört muss sie hassen wenn sie trend wird.
Und weil es letztens in meinem Freundeskreis die Diskussion gab: Nur weil ich meinen Musikgeschmack weiterentwickelt habe, muss es nicht heißen, dass ich nicht mehr der selbe bin. Ich mag Musik die mich berüht, die Gefühle weckt und die selbst geschrieben ist. Das kann sowohl Indie, Electro, Punk, Metal oder Rock oder wasweißich sein. Diese intolerante Art kotzt mich sowas von an: Keinen 10 Sekunden das Lied gehört und gleich für “Scheiße” befunden, weil es kein Rock ist. Und das man darüber mit manchen Leuten noch nichtmal vernünftig reden kann, kotzt mich auch an. “Ja das kann ja sein, aber ich finds scheiße”. Euer Musikfaschismus ekelt mich an.
Das ich den letzten Monat nichts geschrieben habe, hatte diesmal einen anderen Grund als Faulheit. Ich musste meine Facharbeit schreiben: 16 Seiten über Menschenrechte und Menschenrechtspolitik in Deutschland. 16 Seiten klingt für den einen viel, und für den anderen wenig – für mich waren es im Endeffekt zu wenig Seiten, aber ich bin froh, sie Dienstag endlich abgegeben zu haben.
So wie auf dem Foto oben sah übrigens mein komplettes Zimmer aus: Überall hingen irgendwelche Zettel an den Wänden, jeder Tisch war zugemüllt und ich habe selbst irgendwann den Überblick verloren. Wenn ich die Arbeit korregiert wiederbekommen habe, werde ich sie wahrscheinlich hier auch nochmal veröffentlichen (kommt ganz drauf an, wie gut/schlecht sie ist… ;) ).
Themawechsel:
Am Donnerstag war unser Jahrgang auf der Leipziger Buchmesse. Wozu man eins wissen muss: Unser Jahrgang ist wohl der chaotischste, den unsere Schule bislang erlebt hat. Dementsprechend wurde diese Fahrt von einigen Menschen (mich inbegriffen) dazu genutzt, ordentlich Spaß zu haben. Ich darf hier gar nicht alles nennen, was passiert ist, aber ich denke es reicht wenn ich sage, es war Legen – wait for it…Dary!.
Kurze Zwischenmeldung:
Damit auch Leute, die nicht wissen was ein Feedreader ist, sich über neue Artikel auf Alltagskotze informieren lassen können, kann man meinen Feed jetzt auch per E-Mail abonnieren.

Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun.
Frei nach den Worten Tyler Durdens habe ich gehandelt.
Ich brauchte einen kompletten Neustart, um meine Motivation für das Bloggen wieder zurückzugewinnen, und deshalb habe ich jetzt ein neues Theme und nur diesen einzigen Artikel.
Nach und nach werde ich aber ältere Artikel, die mir ans Herz gewachsen sind hier wieder einfügen, weil ich der Meinung bin, dass sie wichtig für Alltagskotze und somit wichtig für mich sind (Dann werden auch die beiden Bilder unter “Blah” verlinkt).