Monatsarchiv für Januar 2010
Dresden Nazifrei
Eigentlich wollte ich nichts über dieses Thema schreiben, denn meistens bin ich viel zu emotional um ruhig über ein mich so bewegendes Thema zu schreiben. Und wenn ich dann solche, solche oder solche Nachrichten lese, ist mir auch wieder bewusst warum. Ich glaube, ich muss nicht mehr viel zu den oberen Links sagen, das Meiste ist sowieso klar und Andere haben auch schon viel dazu gesagt.
Worüber ich eigentlich schreiben wollte, ist etwas anderes:
In letzter Zeit lese ich extrem viel über den Naziaufmarsch in meinem Feedreader, insbesondere natürlich auch nach den Repressionsversuchen durch den lieben Vater Staat. Dabei besteht mein Feedreader nur zu vielleicht 30 % aus “linken Blogs”. Das heißt im Umkehrschluss: Es schreiben viele Blogger, die sich sonst als unpolitisch geben, über diesen Aufmarsch, und sympathisieren mit den Blockadeaufrufen. Es freut mich natürlich, dass endlich einmal eine Gegendemonstration soviel Unterstützung durch das Internet kriegt, aber es wundert mich auch:
Ich war schon auf vielen außerparlamentarisch linken, und vor allem antifaschistischen Demonstrationen und (dezentralen) Aktionen, doch nie gab es im Vorraus so eine Mobilisation durch die “politische Mitte”, wie in diesem Falle. Das beste Beispiel dafür ist der von den Faschos geplante Gedenkmarsch in Magdeburg am 16. Januar dieses Jahres. Ich war auch da, nur leider konnte der Marsch nicht verhindert werden.
Worauf ich eigentlich hinaus will ist: Es gab lange nicht so ein “breites öffentliches Interesse” für diesen “Gedenkmarsch”, wie für den “Gedenkmarsch” in Dresden. Natürlich ist Dresden ist der größte Aufmarsch der Nazis in ganz Europa, nur meiner Meinung nach muss jeder Naziaufmarsch gestört, und jede Gegendemonstration unterstützt werden, nicht nur die wirklich Großen.
Aber vielleicht ist das auch nur mein Empfinden und mir kommt das alles nur so vor.
Verhalten im Falle eines Weltunterganges
Uncyclopedia ist laut eigener Beschreibung eine inhaltsfreie Enzyklopädie, die jeder bearbeiten kann. Ähnlich wie bei Stupidedia oder Kamelopedia, nur größer. Im Prinzip funktioniert es dort wie auf Wikipedia, nur das konsequent und satirisch Schwachsinn verbreitet wird.
Dort gibt es auch einen deutschen Artikel, der sich mit dem Weltuntergang beschäftigt. Nachdem die wichtigsten Weltuntergänge aufgezählt wurden, dreht es sich um das Verhalten bei einem Weltuntergang, und diesen Abschnitt finde ich so gelungen, dass ich ihn hier gerne nochmal nennen würde:
Die einschlägigen Beratungsstellen haben im Laufe der zahlreichen Weltuntergänge zum Jahrtausendwechsel große Erfahrung sammeln können und haben für den unerfahrenen Teilnehmer einige Empfehlungen zusammengestellt:
- Bewahren Sie Ruhe.
- Bereuen Sie. Dies gilt insbesondere dann, wenn der aktuelle Weltuntergang durch eine Wiederkehr Jesu Christi eintritt.
- Falls der aktuelle Weltuntergang durch Satan ausgelöst wird, spricht nichts dagegen, fröhlich mitzufeiern und auf dem Vulkan zu tanzen.
- Falls der aktuelle Weltuntergang durch Außerirdische herbeigeführt wird, sichern Sie sich rechtzeitig einen Sitzplatz in einem Raumschiff. Meist werden Sie gebeten, Ihren Flug 24 Stunden vor dem Termin noch einmal zu bestätigen.
- Statt eines Direktfluges haben Sie auch die Möglichkeit, durch Selbstmord zu den befreundeten Außerirdischen zu gelangen. Achten Sie darauf, dass Ihre ganze Familie an dem Selbstmord teilnimmt. Oft werden auch gesellige Massenselbsttötungen angeboten.
- In jedem Fall ist es ratsam, vor dem angekündigten Termin für das Weltende sämtliche Ihrer irdischen Güter zu verschenken oder zu verkaufen. Im Falle eines Verkaufs leiten Sie den Erlös bitte an Ihren zuständigen Sektenführer weiter.
- Manche Weltuntergänge haben nur eine begrenzte Teilnehmerzahl, z. B. 144 000. Reservierungen sind aber meist möglich, für die genauen Teilnahmebedingungen wenden Sie sich an Ihren Propheten.
Besonders den letzten Tipp finde ich sehr amüsant, so komme ich doch selber aus dem Wendland:
Oder reisen Sie ins Wendland. Was auch kommt, dort kommt alles drei Tage später.
[via]
Also, sollte es denn 2012 endgültig soweit sein, seid ihr alle herzlichst eingeladen mich zu besuchen, und mit mir zu feiern, dass wir 3 Tage länger leben als der Rest der Menschheit.
Wobei ich bezweifle, dass ich 2012 noch im Wendland wohnen werde…
Feed per Mail abonnieren
Kurze Zwischenmeldung:
Damit auch Leute, die nicht wissen was ein Feedreader ist, sich über neue Artikel auf Alltagskotze informieren lassen können, kann man meinen Feed jetzt auch per E-Mail abonnieren.
Mythtv Frontend 0.21 auf Ubuntu 9.10 nutzen
Ich habe auf meinem Homeserver ein Mythtv Backend in der Version 0.21 laufen. Doch über die Paketverwaltung wird unter Karmic automatisch eine neuere Version des Mythtv Frontends installiert, und diese kann nicht auf ein älteres Backend zugreifen.
Um nun unter Ubuntu Karmic wieder Live TV gucken zu können, muss man wie folgt vorgehen:
Man läd sich die folgenden Pakete herunter:
http://packages.ubuntu.com/jaunty/libraw1394-8
http://packages.ubuntu.com/jaunty/libmyth-0.21-0
http://packages.ubuntu.com/jaunty/mythtv-common
http://packages.ubuntu.com/jaunty/mythtv-frontend
Bevor man diese installiert, muss man allerdings die Alten erstmal entfernen, dies erfolgt über den Befehl:
sudo apt-get remove libmyth-0.22-0 mythtv-common mythtv-frontend
Nun kann man in den Ordner wechseln, in den man die oben genannten Pakte gespeichert hat, und mit einem einfachen
sudo dpkg -i *deb
die Pakete installieren.
Danach sollte man wieder ohne Probleme auf das Backend zugreifen können.
Allerdings werden diese Pakete bei einem Ubuntu Update sofort wieder erneuert, und um dies zu umgehen muss man in der /etc/apt/preferences die folgenden Zeilen ergänzen:
Package: mythtv-common
Pin: version 0.21.0+fixes19961-0ubuntu8
Pin-Priority: 1001Package: mythtv-frontend
Pin: version 0.21.0+fixes19961-0ubuntu8
Pin-Priority: 1001
Gefunden habe ich diesen Lösungsweg bei Ubuntuforums.org, dort wurde er vom User Tragos geschrieben.
Sebastian 23
Sebastian 23 ist einer der bekanntesten Poetry Slammer Deutschlands, und aufmerksam auf ihn bin ich geworden, weil wir in unseren Deutsch Leistungskurs den oben gezeigten Text gelesen haben.
Zuhause habe ich dann nach ihm gegoogelt , und auch einiges gefunden:
Seine Private Seite und seinen Youtube Channel zum Beispiel. Es gibt sogar einen Wikipedia-Artikel über ihn, der noch nicht der ganzen Relevanz-Diskussion zum Opfer gefallen ist.
Auf seiner Homepage kann man einige seiner Texte anhören, und wenn man bei Youtube nach ihm sucht, findet man auch viele Videos.
Aufgrund des Interesses für Sebastian 23 und seine Texte/Lieder/was auch immer habe ich mich auch etwas mit dem Poetry Slam beschäftigt und beschlossen, mal einen Slam zu besuchen. Ich finde diese Art des “Wettbewerbes” hoch interessant, und hoffe, dass ich bald die Zeit finden werde, mir einen live anzuhören.
Noch ein weiterer Auftritt von Sebastian 23, den ich sehr gelungen finde:
Fernsehtipp: „Die Reportage: Aufstand im Kiez – der Kampf ums Schanzenviertel”
Eine halbstündige Dokumentation, die ich mir heute Abend auf jeden Fall angucken werde.
Hier mal ein Auschnitt von Pressrelations.de, damit man einen kurzen Überblick darüber gewinnt, worum es eigentlich geht:
Hamburg ist neben Istanbul und Moskau derzeit der begehrteste Immobilienstandort in Europa. Unter dem Motto „Wachsende Stadt“ entstehen riesige Bauprojekte am Hafen, in St. Pauli oder auch im Schanzenviertel. Hier macht sich besonders großer Unmut breit über die Baupläne der Investoren – Stichwort: Gentrifizierung. Für „Die Reportage: Aufstand im Kiez“ sind die NDR Autorinnen Ute Jurkovics und Gudrun Kirfel den Veränderungen im Schanzenviertel nachgegangen – zu sehen am Mittwoch, 13. Januar, um 22.35 Uhr im NDR Fernsehen.
Wohl wenige kennen „die Schanze“ so gut wie Norbert Stenzel. Seit 1972 hat der Konditormeister sein Café am Schulterblatt gleich neben der umkämpften Roten Flora. „Das Viertel gehört allen“, meint der 68-jährige Konditormeister, „in unruhigen Zeiten kaufen hier Polizisten wie Straßenkämpfer ihre Brötchen“. Und unruhige Zeiten stehen mal wieder an, seit der Besitzer der Roten Flora, Kulturinvestor Klausmartin Kretschmer, mit der Räumung des Symbols der linksautonomen Szene droht.
Die Besetzer kündigen in dem Film ihren Widerstand gegen Kretschmers Pläne an. Die Rote Flora gehört in Hamburg längst zur Folklore wie etwa der Fischmarkt, sie ist das Symbol des autonomen Widerstandes. Eine Räumung, sagen manche, werde zu größeren Krawallen führen. In der Susannenstraße ein paar Meter weiter planen von der Vielzahl trendiger Kneipen genervte Mieter den Aufstand gegen „den Ballermann“ vor ihrer Haustür. Die Reportage zeigt, wie sich unter dem Druck der so genannten Gentrifizierung das ehemals heruntergekommene Viertel zum In-Kiez wandelt – „Yuppiesierung“ nennen das manche.
[via]
Die Sendung läuft heute um 22.35 auf NDR, und ist einer der wenigen Gründe, aus denen ich meinen Fernseher einmal wieder einschalten werde.
Will you marry me?
Sollte ich in den nächsten 10 Jahren jemandem einen Heiratsantrag machen, würde er wahrscheinlich so aussehen:
Light Writing Proposal from Derick Childress on Vimeo.
[via]
Oder so:
Oder noch besser: Eine Mischung aus beiden. Wie fantastisch wäre denn so ein Lightwriting-Heiratsantrag über der Skyline von Hamburg, mit Tomte im Rücken die Was den Himmel erhellt spielen?
Es leuchten Buchstaben über der Stadt
Alltagskotze Relaunch

Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun.
Frei nach den Worten Tyler Durdens habe ich gehandelt.
Ich brauchte einen kompletten Neustart, um meine Motivation für das Bloggen wieder zurückzugewinnen, und deshalb habe ich jetzt ein neues Theme und nur diesen einzigen Artikel.
Nach und nach werde ich aber ältere Artikel, die mir ans Herz gewachsen sind hier wieder einfügen, weil ich der Meinung bin, dass sie wichtig für Alltagskotze und somit wichtig für mich sind (Dann werden auch die beiden Bilder unter “Blah” verlinkt).







